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	<title>nodemasters Gedankensphäre &#187; Minderheit</title>
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	<description>&#34;Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum.&#34;</description>
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		<title>Kleine und auch radikale Minderheiten</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 06:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion 15]]></category>
		<category><![CDATA[Ärzte]]></category>
		<category><![CDATA[Minderheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Ärzte, die Wahlkampf betreiben. Nicht explizit für einen Partei, sondern gegen bestimmte Parteien. Auch Sie sind eine Minderheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wirkt ein wenig surreal. Ärzte, die Wahlkampf betreiben. Nicht explizit für einen Partei, sondern gegen bestimmte Parteien. Doch so ist es. In der &#8220;Aktion 15&#8243; machen sich Ärzte dafür stark, dass die SPD und neuerdings die Union in der Bundestagswahl nicht mehr als 15 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Auch Sie sind eine Minderheit.<span id="more-59"></span></p>
<p>Die &#8220;Aktion 15&#8243; war mir bisher unbekannt. Ich habe heute bei Spiegel Online darüber gelesen: <a title="Ärzte machen Wahlkampf gegen die Union" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633646,00.html" target="_blank">Ärzte machen Wahlkampf gegen die Union</a>. Mehrere Ärzte haben sich zusammen getan, um gegen die aktuelle Gesundheitspolitik Ihre Meinung zu äußern. Sie organisieren sich im Internet, und bieten entsprechende Plakate zum Aushängen in Arztpraxen zum <a title="Download" href="http://www.hippokranet.com/de/wahlkampf" target="_blank">Download</a> an.</p>
<p>Ich möchte mich nicht für die Zwecke der Ärzte einsetzen. Denn meiner Meinung nach stehen hinter dieser Aktion handfeste Lobbyinteressen. Man darf nicht aus den Augen verlieren, dass die Ärzte in Westdeutschland durch die Gesundheitsreform teilweise erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen mussten, während viele Ärzte in den neuen Bundesländern dadurch mehr verdienen.</p>
<p>Und dennoch gibt es offenbar auch in der Bevölkerung starke Vorbehalte gegen die Gesundheitsreform. Insbesondere durch den Gesundheitsfond erwarten <a title="51 Prozent eine Verschlechterung" href="http://de.news.yahoo.com/2/20090622/tpl-gesundheitsreform-patienten-fuehlen-ee974b3.html" target="_blank">51 Prozent eine Verschlechterung</a> der Versorgung.</p>
<p>Was mich jedoch ganz besonders erstaunte war eine Aussage, die Carola Reimann von der SPD-Fraktion zur &#8220;Aktion 15&#8243; geäußert hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das ist eine kleine, radikale Minderheit von Ärzten, die unsachlich argumentiert.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das erinnert mich ein wenig an die Aussage unseres Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Auch er ist der Ansicht, dass 130.000 Petenten ein Minderheit von &#8220;Bloggern und Internetnutzern&#8221; seien. Denn so viele Personen haben die Petition gegen Internetzensur unterzeichnet.</p>
<p>Ich bin nicht sonderlich bewandert in der Parteiarbeit. Was ich jedoch erkennen konnte ist, dass sobald irgendetwas unvorhergesehenes geschieht, alle Parteimitglieder vollkommen richtungslos durcheinander wuseln. Viele haben es gelernt dabei eine stoische Ruhe zu bewahren, und Kompetent genug auszusehen, bis schlussendlich die Marschrichtung der Partei fest steht. Andere wiederum schaffen dies nicht, und versuchen Reflexartig zu reagieren und sich selbst zu profilieren. Das führt dann bisweilen dazu, dass die Union vollkommen unterschiedliche Ideen bezüglich der Steuerpolitik hat.</p>
<p>Die Leute, die jedoch Ruhe bewahren, warten auf eine Ansage, wie Sie sich mit dem Problem zu befassen haben. Sie alle schauen gebannt zu Ihren Ministern, und warten auf eine Antwort. An dieser Stelle scheint es, als sei die Bezeichnung &#8220;Minderheit&#8221; eine Art Signal, die diesen anderen Parteimitgliedern sagt: &#8220;Macht weiter wie bisher. Die Situation ist unkritisch, Ihr könnt Sie ignorieren&#8221;.</p>
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