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	<title>nodemasters Gedankensphäre &#187; IT-Sicherheit</title>
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	<description>&#34;Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum.&#34;</description>
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		<title>Zensus 2011 &#8211; Einen Versuch war es wert</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 19:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Erhebungsbeauftragte]]></category>
		<category><![CDATA[Volksbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Zensus 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute bekamen wir Post von unserem Erhebungsbeauftragten. Für kommenden Samstag meldete er sich zum &#8220;Zensusinterview&#8221; an. Allerdings haben weder meine Frau noch ich ein Interesse daran, unsere persönlichen Daten dem Herrn Z. mitzuteilen. Herr Z. hat freundlicherweise eine Handynummer auf der Terminankündigung hinterlassen. Eine günstigere Festnetznummer wäre mir zwar lieber gewesen, aber ich wollte Herrn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bekamen wir Post von unserem Erhebungsbeauftragten. Für kommenden Samstag meldete er sich zum &#8220;Zensusinterview&#8221; an. Allerdings haben weder meine Frau noch ich ein Interesse daran, unsere persönlichen Daten dem Herrn Z. mitzuteilen. Herr Z. hat freundlicherweise eine Handynummer auf der Terminankündigung hinterlassen. Eine günstigere Festnetznummer wäre mir zwar lieber gewesen, aber ich wollte Herrn Z. das Leben auch nicht unnötig schwer machen. Daher riefen meine Frau und ich ihn an, um ihm mitzuteilen, er möge die Fragebögen einfach in unserem Briefkasten hinterlegen. Wir würden diese dann selbständig ausfüllen.</p>
<p><span id="more-682"></span>Das Gespräch war knapp und freundlich. Ich hatte schon die Hoffnung, einen der &#8220;<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0507/tagesthema/0036/index.html" target="_blank">zwangsverpflichteten</a>&#8221; Beamten als Befrager zu haben, denen die Befragung ebenfalls unangenehm ist. Herr Z. willigte ein, uns die Fragebögen im Briefkasten zu hinterlegen, ließ sich noch die Anzahl der Personen im Haushalt bestätigen (vier, da wir zwei Kinder haben) und meine Frau und ich waren erleichtert, da wir nach einigen <a title="Meldungen" href="http://extdsb.wordpress.com/2011/05/10/unmogliches-verhalten-eines-volkszahlers/" target="_blank">Meldungen</a> schon entnervende Auseinandersetzungen befürchteten.</p>
<p>Wir wollten uns gerade verabschieden, da klärte uns Herr Z. darüber auf, dass er die &#8220;ausgefüllten und unterschriebenen Fragebögen&#8221; dann anschließend bei uns wieder &#8220;abholen <strong>müsse</strong>&#8220;. Meine Frau und ich schauten uns verwundert an. Wir hatten uns mit dem Thema bereits im Vorfeld auseinandergesetzt und wussten, dass wir die Fragebögen an die Erhebungsstelle schicken müssen (Die Onlineübertragung kommt für uns aus <a title="Sicherheitsgründen" href="http://janschejbal.wordpress.com/2011/05/07/volkszahlung-online-ubermittlung-unsicher/" target="_blank">Sicherheitsgründen</a> nicht in Frage).</p>
<p>Ich erklärte Herrn Z. also, dass ich ihm die Fragebögen <strong>nicht</strong> wieder aushändigen würde und dass ich es reichlich bedenklich finde, dass er uns diese falsche Information wie eine Tatsache mitteilt. Darauf entgegnete er nichts mehr. Ich forderte ihn also erneut auf, die Fragebögen in unserem Briefkasten zu hinterlegen und beendete das Gespräch.<br />
Für mich bleibt die Frage offen, ob hier ein System dahintersteckt. Es gibt meiner Meinung nach drei verschiedene Szenarien:</p>
<ol>
<li>Herr Z. geht tatsächlich davon aus, dass er die Fragebögen wieder einsammeln muss. Das halte ich persönlich allerdings für wenig wahrscheinlich. Immerhin sind die Erhebungsbeauftragten geschult worden.</li>
<li>Wir sind ein vier Personen Haushalt. Für jeden von ihm ausgefüllten und übermittelten Fragebogen erhält er 7,50 €. Das macht in Summe 30 €. Wenn ich sie selber einschicke erhält er für das Einwerfen nur 2,50 € pro Fragebogen. In Summe also nur 10 €. Wenn ich sie jedoch an ihn zurückschicke und er sie an die Erhebungsstelle übermittelt bekommt er natürlich ebenfalls die volle Aufwandsentschädigung (für Befragungen, die er nicht durchgeführt hat).</li>
<li>Er hat ein anderweitiges Interesse an den Daten. In der Broschüre, die er zusammen mit der Terminankündigung eingeworfen hat steht explizit, dass die Fragebögen selbständig ausgefüllt werden können und anschließend an die Erhebungsstelle geschickt werden sollen. Warum also sollte Herr Z. darauf bestehen, dass die Bögen ihm wieder ausgehändigt werden <strong>müssen</strong>? Es gab im Vorfeld genug Berichte über NPD Mitglieder, die so <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/149053" target="_blank">Informationen über politische Gegner</a> sammeln wollen.</li>
</ol>
<p>Wie dem auch sei. Keines dieser Szenarien bestärkt mich im Vertrauen in den Zensus.</p>
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		<title>Glastopf Webinterface</title>
		<link>http://blog.nodemaster.de/2009/12/08/glastopf-webinterface/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 22:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[GeSHi]]></category>
		<category><![CDATA[Glastopf]]></category>
		<category><![CDATA[Honeypot]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[PHPlot]]></category>
		<category><![CDATA[PHPWhois]]></category>
		<category><![CDATA[Webinterface]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe damit begonnen das Glastopf Webinterface ein wenig zu erweitern. Bisher hatte der Glastopf nur ein sehr rudimentäres Webinterface. Basierend auf der bisherigen Arbeit habe ich mich daran gemacht - mir sinnvoll erscheinende - Erweiterungen vorzunehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe damit begonnen das Glastopf Webinterface ein wenig zu erweitern. Bisher hatte der Glastopf nur ein sehr rudimentäres Webinterface. Basierend auf der bisherigen Arbeit habe ich mich daran gemacht &#8211; mir sinnvoll erscheinende &#8211; Erweiterungen vorzunehmen.<span id="more-616"></span></p>
<p>Der Glastopf läuft bei mir nun schon seit fast vier Wochen. Mittlerweile ist der Datenbestand groß genug, um Statistiken und andere sinnvolle Auswertungen zu fahren. Ich habe bereits ein Repository auf der <a title="Glastopf Homepage" href="http://dev.glastopf.org/" target="_blank">Glastopf Homepage</a>. Dort werde ich demnächst den Quellcode einpflegen und weiterentwickeln. Jegliche Hilfe und Anregungen sind natürlich gern gesehen und ausdrücklich erwünscht.</p>

<a href="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/dashboard.png" title="Glastopf Webinterface - Das neue Dashboard (2009)" class="shutterset_singlepic91" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/cache/91__320x240_dashboard.png" alt="Das neue Dashboard des Glastopf Webinterfaces" title="Das neue Dashboard des Glastopf Webinterfaces" />
</a>
 Die umfangreichste Neuerung wird das Dashboard sein. Auf der Einstiegsseite werden einige Charts und andere Informationen angezeigt,  die einen raschen Überblick über die wichtigsten Ereignisse gewährt. Die Charts werden mit <a title="PHPlot" href="http://phplot.sourceforge.net/" target="_blank">PHPlot</a> generiert.</p>
<p>Im Dashboard werden unter anderem die letzten fünf Angriffe, deren IP-Adressen und die Länder, von denen die Angriffe erfolgten, angezeigt. Weiterhin eine Übersicht über die fünf aktivsten IP-Adressen, sowie eine Übersicht der letzten fünf RFI-Angriffe. Neben verschiedenen Buttons, die zur Suchfunktion führen, oder eine Whois-Abfrage starten, werden bei den RFI-URLs Buttons angezeigt. Ist die RFI-URL nicht mehr verfügbar, wird dies durch ein Icon symbolisiert. Ist der URL jedoch noch aufrufbar, so kann man den Button benutzen, um sich die RFI-URL anzeigen zu lassen:</p>
<p>
<a href="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/malicious_code_viewer.png" title="Glastopf Webinterface - Parser für Schadhafte Dateien, hier ein PHP Bot (2009)" class="shutterset_singlepic93" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/cache/93__320x240_malicious_code_viewer.png" alt="Parser für Schadhafte Dateien, hier ein PHP Bot" title="Parser für Schadhafte Dateien, hier ein PHP Bot" />
</a>
 Basierend auf <a title="GeSHi" href="http://qbnz.com/highlighter/" target="_blank">GeSHi</a>, dem &#8220;Generic Syntax Highlighter&#8221;, wird der schadhafte Code dann in einer gut lesbaren Syntax zur Analyse angezeigt. Im Beispiel links sieht man einen Auszug aus einem PHP-Bot.</p>
<p>Zusätzlich habe ich die Aufrufe von &#8220;whois&#8221; als Shellkommando durch die <a title="PHPWhois" href="http://www.phpwhois.com/" target="_blank">PHPWhois</a> Klasse ersetzt. Dadurch kann das Webinterface besser in gehärteten PHP Umgebungen eingesetzt werden, die häufig einen direkten Zugriff auf die Shell unterbinden. Weitere Veränderungen habe ich an einigen Stellen bereits im Design vorgenommen. Dadurch wird zum Beispiel das Logfile etwas übersichtlicher.</p>
<p>Ich bin wirklich kein herausragender Programmierer, daher bin ich immer wieder erstaunt, wie viel man in relativ kurzer Zeit bewegen kann, wenn man die Möglichkeit hat auf vorgefertigte Freie Software zurückzugreifen. Die Erweiterungen am Webinterface haben mich wenige Stunden gekostet. Ohne die anderen drei Open Source Projekte wäre das ein äußerst ambitioniertes Freizeitprojekt geworden. Davon abgesehen, wäre ich ohne die bisherige Open Source Vorarbeit des Glastopf-Teams wohl niemals auf die Idee gekommen, an diesem Projekt mitzuarbeiten.</p>
<p style="text-align: center;">
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-8-616">

	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://blog.nodemaster.de/2009/12/08/glastopf-webinterface/?show=slide">
			[Zeige als Diashow]		</a>
	</div>

	
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	<div id="ngg-image-91" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/dashboard.png" title="Glastopf Webinterface - Das neue Dashboard (2009)" class="shutterset_set_8" >
								<img title="Das neue Dashboard des Glastopf Webinterfaces" alt="Das neue Dashboard des Glastopf Webinterfaces" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/thumbs/thumbs_dashboard.png" width="85" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-92" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/log_view.png" title="Glastopf Webinterface - Übersicht der Logeinträge (2009)" class="shutterset_set_8" >
								<img title="Die neue Übersicht der Logeinträge" alt="Die neue Übersicht der Logeinträge" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/thumbs/thumbs_log_view.png" width="85" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-93" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/malicious_code_viewer.png" title="Glastopf Webinterface - Parser für Schadhafte Dateien, hier ein PHP Bot (2009)" class="shutterset_set_8" >
								<img title="Parser für Schadhafte Dateien, hier ein PHP Bot" alt="Parser für Schadhafte Dateien, hier ein PHP Bot" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/glastopf-webinterface-preview/thumbs/thumbs_malicious_code_viewer.png" width="82" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class='ngg-clear'></div>
 	
</div>


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		<title>Der Einfluß der Motivation auf die Entfernung von Kinderpornografie im Internet</title>
		<link>http://blog.nodemaster.de/2009/12/06/der-einfluss-der-motivation-auf-die-entfernung-von-kinderpornografie/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 12:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderpornografie]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Notice and Take-down]]></category>
		<category><![CDATA[NTD]]></category>
		<category><![CDATA[Phishing]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangserschwernisgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Tyler Moore und Richard Clayton haben ein interessantes Skript veröffentlicht (The Impact of Incentives on Notice and Take-down). Dabei kommen Sie zu dem Schluß, dass die Motivation ein sehr wichtiger Garant für den Erfolg darstellt. Offenbar gilt hier das alte Sprichwort: "Man muss nur wollen."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tyler Moore und Richard Clayton haben ein interessantes Skript veröffentlicht (<a title="The Impact of Incentives on Notice and Take-down" href="http://weis2008.econinfosec.org/papers/MooreImpact.pdf" target="_blank">The Impact of Incentives on Notice and Take-down</a>). Darin beschäftigen Sie sich eingehen mit der Maß der Motivation und dessen Auswirkung auf sogenannte &#8220;Notice and Take-down System&#8221;. Dabei kommen Sie zu dem Schluß, dass die Motivation einen sehr wichtiger Garant für den Erfolg darstellt. Offenbar gilt hier das alte Sprichwort: &#8220;Man muss nur wollen.&#8221;<span id="more-588"></span></p>
<p>Das sogenannte &#8220;Notice and Take-down System&#8221; (NTD) unterstützt die Annahme, dass ein ISP / Forenbetreiber, etc. nicht alle Inhalte vor deren Veröffentlichung prüfen kann. Man erwartet allerdings, dass er diesen Inhalt entfernt, sobald er positive Kenntnis von einem illegalen Inhalt bekommt. Bemerkt man selbst einen illegalen Inhalt, so informiert man den ISP, und er kümmert sich um den Rest.</p>
<p>Hierbei gibt es verschiedene Ansätze. Moore und Clayton haben untersucht, wie schnell dieses Systeme funktionieren. Dabei haben sie eine interessante Erkenntnis zu Tage gefördert. Je mehr man einen illegalen Inhalt entfernen möchte, und desto mehr Mittel und Zeit man investiert, umso schneller werden diese Inhalte entfernt. Phishing-Seiten werden extrem schnell vom Netz genommen. Dies liegt daran, das Banken ein großes Interesse daran haben einen Schaden von sich abzuwenden.</p>
<p>Je nach Art der Phishingtechnologie ergibt sich ein Median für die Entfernung von untersuchten Phishingseiten zwischen 0 und 26 Stunden, bei einem Mittel von etwa 96 Stunden bei der fortschrittlichsten Technologie. Anders sieht es jedoch bei Seiten aus, die versuchen Menschen anzuwerben, um dem Anwerber Geld zu überweisen (sog. Mules). Dies ist in der Regel das Geld von kompromittierten Bankkonten, deren Besitzer auf Phishing hereingefallen sind. Dieses Geld wird anschließend von den &#8220;Mules&#8221; z. B. per Western Union an die Phishingseitenbetreiber weitergeleitet, nachdem Sie einen Teilbetrag für sich abgezwackt haben.</p>
<p>Bei diesen &#8220;Mule-recruitment&#8221; Webseiten handelt es sich um einen Prozess, der nicht mehr von den Banken selbst abhängt. Daher wird hiergegen offenbar weniger unternommen. Die Motivation einzelner Banken ist nicht so groß, wie bei einer Phishingseite, die aussieht, als sei sie der Bank zugehörig. Moore und Clayton unterstellen sogar, dass die Banken eventuell nicht der Konkurrenz in die Hände spielen wollen. Daher liegt hier die Erreichbarkeit der Webseiten bei einem Median von 188 Stunden mit einem Durchschnitt von ca. 310 Stunden.</p>
<p>Über die Jahre hinweg wurde das entfernen von Phishingseiten immer effizienter. Heutzutage ist es ein Standardprozedere. Die Reaktionszeiten werden immer besser, und ISPs handeln immer zügiger. Jedoch bedienen sich die Banken in den seltensten Fällen der Behörden eines Landes. Die Motivation der Banken ist so groß, dass sie einen schnellen und effizienten Weg gefunden haben ihre Anliegen zu verfolgen. Das Vorgehen von Phishingseitenbetreibern ist offensichtlich. Warum also nicht direkt an der Wurzel anpacken und die Webseite umgehend entfernen lassen. Damit ist allen Beteiligten (selbst den Bankkunden) am ehesten geholfen. Eine Stafverfolgung ist auch danach noch möglich.</p>
<p>Was hat dies alles jedoch mit dem Thema Kinderpornografie zu tun? Moore und Clayton haben hierbei einen vollkommen anderen Ansatz entdeckt. Statt die Webseiten direkt und umgehend beim ISP löschen zu lassen wird in der Regel zunächst mal ein furchtbar langsamer bürokratischer Apparat in Gang gesetzt. Als Argument scheint in Großbritannien das Argument herzuhalten: &#8220;Man möchte anderen Leuten nicht auf die Füße treten.&#8221; Dies ist ein trauriges Argument, welches ich während der Netzsperren-Debatte in Deutschland auch mehrere Male gehört habe.</p>
<p>Durch die geringe Motivation verfallen alle in eine gewisse starre, in der sich nichts mehr tut. Man habe getan, was man tun könne. Ab hier ist es die Angelegenheit eines anderen Landes. Das führt dazu, dass Seiten mit Kinderpornografie erst nach 288 Stunden (Median) entfernt werden. Das Mittel liegt bei 719 Stunden. Vier Wochen nach der Meldung sind ca. 38% der Kinderpornografischen Seiten weiterhin Online (im Vergleich: 12,5% der Phishingseiten). Nach sechs Wochen sind noch 20% der kinderpornografischen Webseiten verfügbar (10,4% der Phishingwebseiten).</p>
<p>Prinzipiell könnte man von den Banken also lernen, wie es schneller geht. Man müsste lediglich neben der Polizei zusätzlich den ISP informieren. Es ist alles nur eine Frage der Motivation, die bei Kinderpornografie offenbar leider nicht sehr ausgeprägt ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Im Glastopf geht es rund</title>
		<link>http://blog.nodemaster.de/2009/11/25/im-glastopf-geht-es-rund/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 20:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Botnetz]]></category>
		<category><![CDATA[Drohne]]></category>
		<category><![CDATA[Glastopf]]></category>
		<category><![CDATA[Honeypot]]></category>
		<category><![CDATA[Security]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Glastopf läuft nun etwas länger als eine Woche. Am vergangenem Montag, also knapp eine Woche nachdem ich ihn eingerichtet habe steigt plötzlich die Anzahl der versuchten Attacken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Glastopf läuft nun etwas länger als eine Woche. Am vergangenem Montag, also knapp eine Woche nachdem ich ihn eingerichtet habe steigt plötzlich die Anzahl der versuchten Attacken. Statt wie bisher auf die IP-Adresse des Servers direkt zuzugreifen beginnen nun Attacken auf den DNS-Namen des Servers.<span id="more-538"></span></p>
<p>Das bedeutet, die &#8220;Glückstreffer&#8221; von scannenden Bots werden nun von zielgerichteten Angriffen auf den eigentlichen Namen der Installation überrundet. Offenbar haben die Suchmaschinen die vermeintliche Beuteseite entdeckt und indexiert. Einige Stichproben bei Google zeigen, dass die Einstiegsseite unter den ersten zehn Suchtreffern für die jeweiligen Angriffsvektoren platziert ist. Das hat ca. acht Tage gedauert. So lange kann also eine verwundbare Webapplikation ggfs. unentdeckt bleiben (abgesehen von den Zufallstreffern auf die IP-Adresse).  Ab diesem Zeitpunkt steigt die Anzahl der Angriffe rapide an. Ich habe damit begonnen einige Erweiterungen am Webinterface des Glastopfes vorzunehmen. Insbesondere das automatisierte Erstellen von Charts und anderen Statistiken interessiert mich. In diesem Zuge habe ich eine Übersicht der Angreifer pro Tag, sowie die Anzahl der einzelnen Zugriffe pro Tag erstellt:</p>
<p><img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/charts_glastopf/activity_20091125.png" alt="Aktivität der Angreifer" /></p>
<p>Ab dem 20. gab es ausreichend Daten, um sie in einem Chart zu verwenden. Ab dem 23. fanden die ersten Zugriffe über den DNS-Namen des Glastopfes statt. Ich bin gespannt, ob die Anzahl der Angriffe weiterhin dermaßen ansteigt. Weiterhin habe ich eine Grafik erstellt, die die Herkunftsländer der Angreifer aufschlüsselt:</p>
<p><img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://blog.nodemaster.de/wp-content/gallery/charts_glastopf/toptencountry_20091125.png" alt="TOP 10 Angreiferländer nach einer Woche" /></p>
<p>Wie unschwer zu erkennen ist, liegt Deutschland dabei sehr weit vorne. Das ist allerdings insofern nicht verwunderlich, als dass der Server in Deutschland beheimatet ist. Vermutlich kommt ein Großteil der Angriffe von Drohnen aus einem Botnetz. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Eigentümer der zu Drohnen umfunktionierten Computer nicht einmal davon wissen, dass Ihr Computer mißbraucht wird. Für Botnetzbetreiber macht es daher aus performancegründen Sinn von den Drohnen aus Netze zu scannen, die in unmittelbarer &#8220;Nachbarschaft&#8221; liegen. Es macht wenig Sinn von Deutschland aus einen australischen Server zu attackieren.</p>
<p>Die Datenbasis des Glastopfes ist jedoch leider noch zu gering um mehr als Mutmaßungen anzustellen. Es bleibt daher spannend, was weiterhin passiert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Drei Tage Glastopf</title>
		<link>http://blog.nodemaster.de/2009/11/19/drei-tage-glastopf/</link>
		<comments>http://blog.nodemaster.de/2009/11/19/drei-tage-glastopf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 06:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bot]]></category>
		<category><![CDATA[Honeypot]]></category>
		<category><![CDATA[Scan]]></category>
		<category><![CDATA[Security by Obscurity]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern lief der Glastopf seit drei Tagen. Während dieser Zeit sind drei Bots vorbeigekommen. Ich hätte selbst bei nicht gezielter Suche mit mehr Bots gerechnet, die zufällig das Netzwerk meines Honeypots scannen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Gestern lief der Glastopf seit drei Tagen. Während dieser Zeit sind drei Bots vorbeigekommen. Ich hätte selbst bei nicht gezielter Suche mit mehr Bots gerechnet, die zufällig das Netzwerk meines Honeypots scannen.<span id="more-482"></span></span></p>
<p><span>Viele Schlüsse lassen sich bisher also leider noch nicht ziehen (außer der Tatsache, dass zumindest mein Server nicht sehr häufig gescannt wird). Interessanterweise suchten alle drei Scans gezielt nach einer Schwachstelle innerhalb einer Applikation. Bisher gab es keinen Versuch in einem Scanvorgang Schwachstellen in mehreren Applikationen zu finden. Die Bots suchten nach: <a title="VHCS" href="http://www.vhcs.net/" target="_blank">VHCS</a>, <a title="Roundcube Webmail" href="http://roundcube.net/" target="_blank">Roundcube Webmail</a> sowie <a title="phpMyAdmin" href="http://www.phpmyadmin.net/home_page/index.php" target="_blank">phpMyAdmin</a>.</span></p>
<p><span>An phpMyAdmin kann man gut erkennen, wie kreativ der Programmierer des Schwachstellenscanners versucht, phpMyAdmin auch an ungewöhnlichen Orten aufzuspüren:</span></p>
<pre><span>///p/m/a/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//myadmin/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//php-my-admin/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//mysql/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//dbadmin/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//admin/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//pma/config/config.inc.php?p=phpinfo();
//phpmyadmin/config/config.inc.php?p=phpinfo();</span></pre>
<p><span>Gibt es tatsächlich so viele Benutzer, die dem <a title="Security by Obscurity" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity" target="_blank">Security by Obscurity</a> Prinzip folgen? Immerhin besteht die Chance bei einer neu entdeckten Schwachstelle nicht umgehend attackiert zu werden, wenn die Applikation nicht im erwarteten URL-Pfad liegt. Andererseits muss man sicherstellen, dass solche Seiten auch nicht von einem Crawler gefunden und indexiert werden. Genaugenommen ist es ein Widerspruch in sich. Man kann öffentlich zugänglichen Webseiten nicht verstecken.</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein neuer Glastopf</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 14:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nodemaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Honeypot]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe dieses Wochenende genutzt, um einen eigenen Glastopf Server einzurichten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich von dem <a title="Glastopfprojekt" href="http://glastopf.org/" target="_blank">Glastopfprojekt</a> gelesen. Der Glastopf ist ein <a title="Honeypot" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Honeypot" target="_blank">Honeypot</a>, welcher Schwachstellen in einer Webapplikation emuliert. Sollte also ein Bot den Webserver besuchen, und nach einer verwundbaren Applikation suchen, so versucht Glastopf dem Bot vorzugaukeln, es handele sich um diese Applikation.</p>
<p><span id="more-477"></span>Ziel ist es, wie bei Honeypots üblich, Informationen über Angriffsmuster und Angreiferverhalten zu protokollieren. Durch die Aktionen, die der Angreifer ausführt lernt man dessen vorgehensweise und eventuell auch dessen Tools besser kennen. Mit diesen Informationen können Webapplikationen besser geschützt und Sicherheitslücken frühzeit erkannt werden.</p>
<p>Ich habe dieses Wochenende genutzt, um einen eigenen Glastopf Server einzurichten. Der schwierigste Teil ist es den URL des Servers bei Suchmaschinen bekannt zu machen. Denn die potentiellen Angreifer müssen die vermeintlichen Dienste zunächst einmal finden. Das habe ich mittels einbinden von Links auf gut frequentierten Webseiten von mir und einigen Bekannten getan. Daher an dieser Stelle auch nochmal vielen Dank für das setzen der Links! Nun heißt es abwarten, bis der erste Angreifer das Ziel findet. Sobald sich etwas tut, werde ich hier berichten.</p>
]]></content:encoded>
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