Die Minarett-Problematik
Nach der Volksabstimmung zum Verbot von Minaretten an Moscheen in der Schweiz schwappt die Diskussion nach Deutschland herüber. Jeder hat eine eigene Meinung dazu, und immer wieder dreht es sich um ein Thema. Angst vor Islamisierung vs. demokratisch garantierter Religionsfreiheit.
Interessant ist hierbei, dass die einflußreichsten Islamisten eine “Botschaft der Ruhe” senden, und die Islamisten dazu auffordern “mit legalen Mitteln dagegen zu demonstrieren“. Der Ton bei einigen deutschen Politikern hingegen ist etwas schriller. Bosbach von der CDU mutmaßt sogar, “dass einige Großbauvorhaben geplant werden, um zu zeigen, wie stark der Islam in Deutschland inzwischen geworden ist“. Als Demokrat macht mich diese Diskussionen regelmäßig sehr betroffen. Auch, wenn ich als Antitheist nicht an ein höheres Wesen glaube, so garantiert unser Grundrecht jedem Menschen selbst zu entscheiden, ob er an einen Vater, einen Sohn und einen heiligen Geist glaubt, die alle trotzdem irgendwie eine Person sind (s. Dreifaltigkeit). Oder lieber an einen Propheten, der behauptet, über Jahre hinweg die Verse der göttlichen Offenbarung diktiert bekommen zu haben. Wohlgemerkt von einem “Wesen”, das außer ihm sonst niemand bemerkte…
Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man an soetwas glaubt, aber das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland garantiert allen Personen die Religionsfreiheit. Und das aus gutem Grund. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Religion, beziehungsweise die Annamhe es gebe eine “falsche Religion”, oftmals der (vorgehaltene) Grund für sinnloses Morden und furchtbares Foltern war.
Doch abgesehen von diesen Punkten wundere ich mich als Antitheist auch ein wenig über die Legitimität der Diskussion. Was unterscheided die eine Religion von einer anderen? Warum darf die eine Religion Kirchtürme errichten, die andere aber keine Minarette? Dieser Wiederspruch blieb auch dem – der katholischen Kirche nahestehenden – CSU-Europaabgeordneten Bernd Posselt nicht verborgen: “Wer heute Minarette verbietet, wird morgen Kirchtürme schleifen und Kreuze abhängen“. Wie recht er damit haben könnte verdeutlichen Erhebungen der Forschungsgruppe Weltanschaungen in Deutschland. Bereits seit Jahren schwinden sowohl der evangelischen, als auch der katholischen Kirche die Mitglieder. Mitgliederstärker wurde zwar auch die muslimische Gemeinde, allerdings steigen die “Mitgliederzahlen” (falls man es so nennen mag) bei den Konfessionslosen deutlich schneller. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr Konfessionslose als Evangelisten bzw. Katholiken.
Was die steigenden Mitgliederzahlen der Muslime angeht, so ist folgende Bemerkung in der Erhebung Religionszugehoerigkeit Bevoelkerung, 1950-2008 sehr interessant:
Die Angaben zu den Muslimen gelten als zu hoch, da sich nach empirischen Untersuchungen nur 20 % bis maximal 50 % der rund 3,2 Millionen Migranten, die als Muslime eingestuft werden – da sie aus einem „überwiegend muslimischen Land“ stammen -, als religiöse Muslime zu bezeichnen sind.
Soviel also zu dem ungeheuren Wachstum der muslimischen Gemeinde. Es ist ein Problem, welches sich der deutsche Verwaltungsapparat selbst gebaut hat.
Dennoch, die Aufklärung scheint also langsam in den Köpfen anzukommen. Ich habe dazu keine belastbaren Zahlen aus der Schweiz gefunden. Aber vielleicht ist es dort ähnlich. Einige der Stimmen beim Volksentscheid könnten sich also nicht gegen den Islam, sondern schlichtweg grundsätzlich gegen Religion gerichtet haben. Es wäre interessant zusätzlich über Kirchtürme abzustimmen.




Interessant wäre es wirklich mal, das Ergebnis des Referendums genauer zu analysieren. Hier mal ein Interview mit Jean Ziegler, der häufig die Gesellschaft in der Schweiz kritisiert: http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Schweiz-Minarett-Islam;art123,2962997
In verschiedene Kommentare wird gegen einander geschossen ohne das wesentlichste
zu erwähnen, daher Religions-Erläuterung welche nicht als Belehrung angesehen werden darf, dazu habe ich keine Berechtigung.
Im Alten Testament wird Abraham / Ibrahim erwähnt.
Abraham und seine Frau Sara waren Kinderlos, deswegen bot sie Abraham ihre Sklavin Hagan an, mit welche Abraham ein Sohn namens Ismael zeugte.
Hinterher konnte dann Sara doch einen Sohn gebären, Isaak.
Da das Judentum, als auch Christentum und Moslems sich auf Abraham als Stammvater berufen, werden diese Religionen als Abrahamitische Religionen bezeichnet.
Es wird angenommen das Ismael / Ismail Stammvater der Araber ist
Vor unsere Zeitrechnung erschien die Magd Maria, Engel Gabriel und der sagte, sie sollte ein Kind bekommen und ihm Jesu nennen, Maria war einverstanden.
Jesu von Nazaret wurde (Jesus Christus = Sohn Gottes).
Im 7° Jahrhundert unsere Zeitrechnung war Mohammed abends in eine Höhle zum meditieren, weil er meinte er werde durch Stimmen heimgesucht. Er schlief ein, in seinem Traum erschien ihm Engel Gabriel, welche ein Tuch mit Schriftzeichen bei sich trug und befahl Mohammed es zu lesen. Gabriel sagte, das er von Gott gesandt wurde und Mohammed wachte auf. Er sagte hinterher, diese Worten sind in mein Herz gebrannt.
Für Mohammed, war er der letzte Prophet und er bezeichnete Jesus Christus als ein Prophet.
Diese Religionen sind alle Kriegerische Natur! Warum? Weiß ich leider nicht.
Wir haben heute das 21° Jahrhundert und es ist angebracht eigene Religion kritisch zu beurteilen und eigene Beschlüsse zu ziehen.
Diese Religionen sind mehrere Hunderte Jahre und sogar Tausende Jahre Alt und immer wieder durch Menschen bearbeitet worden. Welche geschickt, eigene Fantasien einfugten um eigene Religion aktueller erscheinen zu lassen im Sinne der Religionsbonzen.
Extremisten in diese Religionen werden es immer geben, egal unter welche Name sie im Erscheinung treten. Man sollte diese Leute nicht zuhören, somit derer Zweifelhafte Macht verschwindet.
Jetzt zum Problem Integration.
Dies dürfte nicht ein Politisches Problem sein. Weil wenn ich, egal in welches Europäische Land oder anderswo, wohnen und arbeiten möchte, ich mich dem Grundgesetz, Gesetzen und
Leben des Landes anpassen muss. Das heißt auch mit einander leben und sich nicht abschotten in Ghettos. Wenn Moslems in Europa nicht dazu bereit sind, dann sollten sie zurück kehren in Ihr jeweiliges Homeland.
Sie werden es aber noch nicht mal versuchen, weil hier sind sie irgendjemand mit Forderungen und im Homeland nur Bewohner ohne Forderungen und Gesetzen unterworfen welche sie vielleicht gefluchtet haben.
Wow, also so wird unsere Abstimmung im Ausland gesehen. Ein Votum gegen den Islam?
Ich glaube kaum. Den Leuten in der Schweiz ist es grundsätzlich egal, welche Sprache die Leute sprechen und welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Was den Leuten aber nicht egal ist, ist wie sich diese Leute in der Schweiz gegenüber ihren Mitbürgern verhalten.
Während unsere Politker sich in Selbstbeweihräucherung ob ihrer Integrations- und Zuwanderungspolitik ergeben, hat keiner von ihnen es auch nur versucht sich an die Bürger zu wenden und ihre Sorgen und Ängste sachlich zu thematisieren. Nein, v.a. die SP, die Grünen sowie die FDP und die CVP haben im Abstimmungskampf grösstenteils durch Abwesenheit geglänzt. Man bekam in den Medien regelrecht den Eindruck jeder, der für das Verbot stimme (sei es aus Angst vor Überfremdung oder sonst), sei ein minderbemittelter Vollidiot. Und jetzt, nach der Abstimmung, und nachdem der Bundesrat derart vor den Kopf gestossen wurde, versucht man die Zeit zurückzudrehen und das Votum ungeschehen zu machen, anstatt kritisch zu hinterfragen, ob die Leute mit der Arbeit des Parlaments und der Regierung zufrieden sind und ob man in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet hat. Die halbpatzige Berichterstattung aus dem Ausland (übrigens auch hier: der Bau NEUER Minarette wurde verboten, alte bleiben wo sie sind) und die Angriffe auf das Schweizer Modell der repräsentativen Demokratie seitens ausländischer Politiker, bewirken nur, dass sich die Ja-Sager in ihren Ansichten gegenüber dem Ausland (allen voran Deutschland und den Deutschen gegenüber) bestätigt fühlen.
Sinnvoller als eine Abstimmung über den Bau von Minaretten, wäre eine Abstimmung über die Zuwanderungspolitik, insb. über allfällige Ventilklauseln für die Personenfreizügigkeit oder prozentuale Einwanderungsbestimmungen, gewesen. Nur, aus Angst vor Vergeltungsschlägen seitens der EU, will keiner eine derartige Initiative vorbringen (naja, ausser der SVP, die am liebsten die Schweiz auf eine Insel im Pazifik verlagern würden).